Yule und die archaischen Sonnenkulte unserer Vorfahren

Yule und die archaischen Sonnenkulte unserer Vorfahren



In unseren Gefilden war das Fest Jul oder Yule bei unseren Vorfahren, den Germanen und Kelten das Fest, welches in der heutigen Zeit als Wintersonnenwende bekannt ist. Bis heute konnte nicht offiziell geklärt werden in wie weit Riten und Bräuche aus verschiedenen Kulturen gemixt und gequirlt wurden für die heutigen, bekannten Weihnachtsriten und -bräuche wie etwa Tannenbaum, Adventskranz, usw. Selbst die kalendarischen Daten sind umstritten.

Wer hat wem wann was wo geklaut und umformiert? Gute Frage - ich habe meine eigene Meinung dazu. Die lautet zuerst einmal, unsere Vorfahren richteten sich definitiv nach der Sonne und ihr Leben und Überleben richtete sich nach ihr und somit nach der Natur. Im Einklang mit der Natur sozusagen - gewollt oder gezwungenermaßen sei einmal dahingestellt.

Die Ankunft des Licht- und Sonnengottes wurde in sämtlichen Kulturen bereits längst vor der sogenannten Christianisierung zelebriert – viele Rituale wurden mehr oder weniger abgewandelt, kalendarisch festgelegt oder vielleicht auch übernommen.

Mit Samhain, der Nacht der Toten (mittlerweile als Allerheiligen bekannt) beginnt die nun dunkle Zeit des Jahres. In damaligen Zeiten ging es in dieser Dunkelzeit um ein rauhes Überleben. Sie lebten schließlich nicht wie wir heute im Konsumrausch, sondern mit der Natur. Mit den Stirb- und Werde-Prozessen der Natur.

Astronomisch berechnet ergibt sich eine Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr. Aus diesen astronomischen Bedingungen heraus findet die Sonnenwende im jährlichen Wechsel an einem 21. oder an einem 22. Dezember statt.

Ab diesem Tag - ab der Sonnenwende kommt die Übergangszeit, die „TotenZeit“. Die Arbeit soll ruhen, Menschen sollen sich im Kreise der Sippen und Familien besinnen und die Wiederkehr des Lichts feiern.

Man kann also nahezu sagen, dass zu früheren Zeiten der Neujahresbeginn, das Julfest auf die Sonnenwende fiel. Heute ist dieses Fest als Silvester bekannt. Dieses Fest wurde nach Papst Sylvester benannt.

An diesem 22. Dezember ist somit der kürzeste Tag (Thomastag – angeblich - so die Sage, hieß es, dass ab nun jeder Tag um jeweils einen Hahnenschrei verlängert werden würde) und die längste Nacht (Thomasnacht). An diesem Tag erreicht die Sonne im Jahresverlauf ihren tiefsten Stand (in der Regel fällt der Thomastag auf den 21.12., ab und an, so wie in diesem 2019Jahr jedoch auf den 22.12.). Wie bereits erwähnt - es steht jedem frei zu grübeln ob denn nun die Sonne, oder unser Kalender das richtige ist für ihn ist.

Genau hier beginnen die Rauhnächte, bzw. die Weih-Nächte.

Von der Sonnenwende an dauern diese 12 Tage, wobei jeder dieser 12 Tage für einen Monat des Jahres steht. Hier geht es darum, altes revuepassieren zu lassen und den Botschaften lauschen, welche für das neue Jahr, z. B. durch Träume, Weissagungen oder Eingebungen kommen dürfen. Die Schleier in andere Welten sind in diesen Tagen und Nächten wohl sehr dünn.

Es gibt in Bezug auf das Datum verschiedene Ansätze zu den Rauhnächten. Deshalb ist es schwierig hier wirklich wahrheitsgetreu das Richtige zu definieren. Die „Geister“ scheiden sich. Eingebürgert haben sich nicht die 12 Rauhnächte ab der Thomasnacht, sondern vielmehr die, welche nach unserem Kalender ab dem 25.12. bis 06.01. zählen. Nach einem heidnischen Kalender würden diese diese in 2019 vom 22.12. bis zum 03.01. dauern.


Wenn Du möchtest, kannst Du Dich für Yule am 22.12. hier noch zum Workshop anmelden und dabei sein, um Deinen ganz persönlichen Erfolg für das kommende Jahr zu begrüßen und vergangenes dankbar zu verabschieden - ganz so, wie es für Dich wichtig und richtig ist. Natürlich gibt es auch ein Feuerritual, das wir gemeinsam durchführen werden.